Am Samstagabend, dem 25.11.2023, versammelten sich die Gemeinden Tettnang und Wangen, um einen Gottesdienst mit Apostel Hans-Jürgen Bauer zu erleben. Das Diakonenamt empfingen Silke Zinner (Markdorf) und Daniel Lux (Friedrichshafen).
Als Predigtgrundlage diente das Gleichnis vom Senfkorn (Matthäus 13, 31-32):
„Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.“
Zu Beginn bewirkte das eröffnende Lied des gemischten Chores einen „kleinen Impuls zum Mitnehmen“, so Apostel Bauer: „Befiehl dem Herrn deine Wege, er wird’s wohl machen“ – auch wenn im Moment alles schiefläuft, bleibe beim Herrn, glaube, er wird’s wohl machen und zwar „Tag um Tag“, so habe es die Witwe von Zarpat erlebt (vgl. 1. Könige 17,15).
Viele Gleichnisse habe Jesu in Bezug auf das Reich Gottes gegeben, im Textwort habe er das Senfkorn gewählt – den damals kleinsten, gerade noch sichtbaren Samen.
Es komme nicht auf die Größe des Samens an, sondern auf das Leben, die Kraft, die im Samenkorn verborgen liege: Aus Kleinem könne Großes werden.
Auf drei Bereiche könne man dieses Bild des Samenkornes und seiner Kraft übertragen:
Betrachte man den Lebenslauf Jesu, so habe sich aus „nicht rühmlichen Anfängen“ bis zu seinem Opfertod am Kreuz Großes entwickelt. Aber Jesu habe kein irdisches Reich gegründet, sondern Kraft seiner Worte und des Geistes auf seine Herrlichkeit vorbereitet – seine Lehre konnte und kann niemand aufhalten. Jesus wurde zum Segen für uns alle.
Auch die Kirche Christi habe sich aus einfachen Anfängen entwickelt – einfache Männer, die durch Glauben und Nachfolge geistliches Wachstum ermöglicht haben. Bis heute könne die Kirche Christi – auch wenn die sichtbare Kirche nicht vollkommen sei - durch Wirksamkeit des Heiligen Geistes alles zur Vollendung bereitstellen.
Jede erwählte Seele könne Gottes Gnade spüren und festmachen: „Der Herr sorgt für uns, er segnet uns, auch wenn wir schwache Menschen sind. Durch einfache Menschen wirkt der Herr Großes, bleibe am Wort des Herrn und arbeite an dir: Du kannst ein Segen sein!“, so Apostel Bauer.
Bezirksvorsteher Thomas Reichle wurde zu einem Predigtbeitrag gerufen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Ordination der Diakonin und des Diakons. „Der liebe Gott ruft euch in ein geistliches Amt – macht keine Unterschiede in der Seelsorge“, so Apostel Bauer.
Nach dem Gottesdienst bedankte sich Apostel Bauer bei allen Mitwirkenden vor Ort in Tettnang, aber auch für die treue und wichtige Mitarbeit im Kirchenbezirk, er sei unendlich dankbar für alles. Ebenso nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, den frisch Ordinierten ihre besten Wünsche für die künftigen ehrenamtlichen Aufgaben auszusprechen.
Fotos: NAK Tettnang