Bischof Jürgen Gründemann feierte am Donnerstagabend, dem 6. Juni 2024, in Langenargen den Gottesdienst, eingeladen war auch die Gemeinde Tettnang.
Das zugrundeliegende Textwort stammt aus Lukas 12, Vers 32:
„Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.“
Der Chor eröffnete mit „Die auf den Herrn harren“ und sorgte sofort für „Wohltat und Stärkung“, so Bischof Gründemann, der als Beispiel Abraham und Petrus vor Augen führte, die an ihre Grenzen kamen, aber immer auf Gott gebaut hätten und so erleben durften, dass Gott alles so lenke, dass man es tragen könne.
Das Bild der „kleinen Herde“ sei das Bild der Kirche Christi, die (zahlenmäßig) nach außen und innen nicht groß sei, z. B. sei die kleine Herde auch ein Zeichen dafür, dass viele Geschwister in bescheidenen Verhältnissen, in großem Mangel lebten. Denn Nachfolge Christi führe nicht automatisch zu einem guten, sorgenfreien Leben. Auch würden Seelsorger heute keine spektakulären Heilungen vollbringen und manche Menschen würden vielleicht auch das Wirken im Gottesdienst als „gute Rede“ abtun. Aber – egal, was Menschen über die Kirche Christi sagen – es ändere nichts an Gottes Plan, der „kleinen Herde“ das Heil zu bereiten. Heil sei ein Geschenk der göttlichen Gnade. Auch heute sei das Reich Gottes mitten unter uns (vgl. Lukas 17,21), in der Gemeinde, in der Gemeinschaft im Gottesdienst, in den Sakramenten.
„Was können wir tun, um das Reich Gottes zu erleben“, fragte Bischof Gründemann.
Bleibe bei dieser kleinen Herde, bleibe beim Herrn. Seien wir wie Kinder und vertrauen der Allmacht Gottes. Auch Jesu habe sich dem Willen seines Vaters untergeordnet: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.“ (Johannes 4, 34). Vertrauen wir auch den Aposteln, denn sie sind von Jesu gesandt: „Wer euch hört, der hört mich.“ (Lukas 10,16)
Zusammengefasst: „Wer in der Herde bleibe, der brauche sich nicht zu fürchten – aber fürchte dich auch nicht, dich für ihn einzusetzen und ihm zu dienen.“
Evangelist Dirk Mohr aus der Gemeinde Tettnang wurde zu einem Predigtbeitrag gerufen.
Noch einmal dankte Bischof Gründemann dem Chor nach dem Gottesdienst für die schöne Mitgestaltung des Gottesdienstes.
Fotos: Sophie Schlumberger