Am Mittwochabend, dem 10. Juli 2024, versammelten sich die Gemeinden Bad Saulgau und Bad Waldsee, um mit Bischof Volker Keck den Gottesdienst zu feiern.
Als Predigtgrundlage diente Psalm 107, die Verse 19 und 20:
„(…) die dann zum HERRN riefen in ihrer Not und er half ihnen aus ihren Ängsten, er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, dass sie nicht starben (…)“
Das eröffnende Lied des gemischten Chores, „Ich glaube fest, dass alles anders wird“, setzte einen schönen Impuls:
Die Glaubensüberzeugung, die in dem Lied zum Ausdruck komme, sei. dass Gott die Liebe ist und damit verbunden auch den Glauben an die Wiederkunft Jesu, die alles verändern werde, der Friede Gottes werde offenbar werden. „Lasst uns heute schon als Friedenboten offenbar werden“, so Bischof Keck.
Rückblickend auf den Gottesdienst für Entschlafene erinnerte Bischof Keck an die Aufgabe, im Gebet weiter zu wirken: „Nach dem Entschlafenengottesdienst ist vor dem Entschlafenengottesdienst. Lasst uns durch Wort und Tat das Evangelium verkündigen.“
Die Textgrundlage gelte für Zeitlichkeit und Ewigkeit. Auch heute könne man in seelischer Not befinden, man habe Ängste und Nöte:
Die größte Not sei die Sünde – als Menschen seien wir der Sünde zugeneigt. „Gehen wir nicht leichtfertig mit der Sünde- und gehen wir nicht leichtfertig mit der angebotenen Gnade um.“, so der Rat des Bischofs. Auch die empfangenen Sakramente seien Kräfte, um in das Wesen Jesu hineinzuwachsen.
Not könne auch Traurigkeit, Verlustängste, Nichtverstandensein sein. Wenn wir uns in einer Seelennote befänden, mögen wir den Herrn anrufen und ihn um Hilfe bitten.
Not könne auch entstehen, wenn man nicht so handele, wie man es sich vorgenommen habe, vielleicht habe man den Nächsten in Worten verletzt, vielleicht habe man auch versäumt, Gutes zu tun. „Lasst uns Gutes tun, solange wir Zeit haben“, so Bischof Keck.
Um aus den Seelennöten errettet zu werden, sei der Glaube an Jesu Christus und das Annehmen von Gottes Wort notwendig: Aus dem Wort Gottes könne man Kraft ziehen:
„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft“. (1. Korinther,1,18)
Bezirksvorsteher Thomas Reichle wurde zu einem Predigtbeitrag gerufen.
„Es war schön hier in Bad Waldsee Gottesdienst zu feiern“. Bischof Keck verabschiedete sich gerne persönlich von den Gottesdienstteilnehmenden.
Fotos: Roland Egger