Am 14. September 2024 feierte Bischof Gründemann in Bad Waldsee den Gottesdienst. Eingeladen war an diesem Samstagabend auch die Gemeinde Bad Saulgau.
Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Lukas 19, aus Vers 5:
„Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.“
„Heile mich.“, so eröffnete der gemischte Chor den Gottesdienst und Bischof Gründemann nannte als Voraussetzung für das Erfüllen dieser Bitte die Selbsterkenntnis: Wenn der Sünder nicht bereit ist, für das Verhalten, das er an den Tag legt, gerade zu stehen, dann ist er unfähig für die Gnade.“ Unsere Aufgabe sei es, mit Gabe Heiligen Geistes an das Wesen Jesu heranzukommen.
Das Textwort beleuchte, mit welcher Präzision Gottes Liebe arbeite. Jesu habe das „Begehren“ des Zachäus verspürt und kehrte bei ihm ein.
Was erwarten wir vom Herrn? Lob? Anerkennung? Heil komme einzig und allein aus Jesus Christus. „Kommen wir nicht mit falschen Erwartungen zum Herrn“, so Bischof Gründemann.
Wollen wir Gemeinschaft haben mit Jesu? Wollen wir Veränderung unseres Wesens? Dann sollten wir ihm alles anvertrauen, was uns beschäftigt, was uns belastet.
Jesu ist bei vielen eingekehrt, auch bei Pharisäern, auch bei Sündern: Es habe ihn auch nicht gestört, dass die anderen gemurrt haben, wenn er bei Sündern eingekehrt ist: „Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.“ (Lukas 7, 47)
Wir dürfen Gnade erleben, weil Jesu bei uns einkehrt, nicht, weil wir „gute Menschen“ sind, Lasst uns diese Botschaft in unsere Umgebung hinaustragen, wie schön es ist, wenn Jesu bei uns einkehrt.“, so Bischof Gründemann.
Bezirksevangelist Dirk Bogen wurde zu einem Predigtbeitrag gerufen und verdeutlichte die Souveränität Gottes – er wähle die Art und Weise, bei Menschen einzukehren.
Bischof Gründemann dankte nach dem Gottesdienst für alles Mitwirken und für alles, was vorbereitet und bereitet war und erinnerte daran, dass auch diese „Dienste“ nicht selbstverständlich seien.
Fotos: Günter Föll