Am 10. August 2025 feierte Apostel Volker Keck in Ravensburg den Gottesdienst mit dem ganzen Kirchenbezirk. Priester Günter Föll wurde in den Ruhestand gesetzt, ein Diakon aus Ravensburg wurde zum Priester ordiniert und einem Kind wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet.
Als Textgrundlage diente ein Wort aus Habakuk 2, Vers 20:
„Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!“
Die Kinder begrüßten den Apostel mit „Gott ist die Liebe“ und der gemischte Chor setzte mit seinem eröffnenden Liedbeitrag „Herr, mein Gott“ diesen Impuls fort: „Gott ist unsere Hoffnung, unser Fels, unsere Zuversicht, er ist da, er ist die Liebe und er liebt dich, wie du bist“, so Apostel Keck zu Beginn seines Dienens.
Habakuk werde auch der „kleine Prophet“ genannt, da in der Bibel nicht viele Seiten über sein Wirken überliefert seien. Aber er gelte als Beispiel dafür, dass der Wille Gottes – in jeder Situation -offenbar werde. Das Textwort ermahne zur Stille und beleuchte den heiligen Tempel, die Kirche Christi. Jesu sei der Gründer dieser Kirche, durch seine Menschwerdung sei die Kirche mit allem ausgerüstet, was es brauche, um das Heil zu erlangen: Apostolat, Sakramente und dadurch die Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu. Darum sei es wichtig, sich in der Stille auf das Wesentliche zu konzentrieren: „Du hast einen Platz in der Gemeinde, komm zur Ruhe und beschäftige dich mit Jesus!“, so Apostel Keck. Man könne die Stille auch nutzen, um sich selbst zu fragen, ob man unter dem Wirken Heiligen Geistes gewachsen sei und ob das Glaubensziel immer noch die oberste Priorität im Leben einnehme. Auch wenn man mit dem Bösen konfrontiert werde, möge man stille sein und sich an Jesu orientieren: „Er ist Herrscher über Leben und Tod, er wird für dich streiten“, verdeutlichte Apostel Keck am Beispiel von Israels Durchzug durchs Schilfmeer (vgl. 2. Mose, 14). Die Kirche Christi habe eine verborgene oder unsichtbare und eine sichtbare oder offenbare Seite, man möge aber das Schöne, das Vollkommene der unsichtbaren Kirche genießen. „Fehler passieren und es passieren auch Dinge in der sichtbaren Kirche, die Gott nicht gefallen. Lasst uns die Kirche heilighalten“.
Bezirksevangelist Dirk Bogen und Priester Günter Föll wurden zu Predigtbeiträgen gerufen.
Eine Junge empfing das Sakrament der Heiligen Versiegelung – ein großes Geschenk der göttlichen Liebe, so Apostel Keck. Mit Dankbarkeit und Wertschätzung wurde Priester Günter Föll aus der Gemeinde Bad Waldsee, der über viele Jahre in den Gemeinden Bad Buchau und Bad Saulgau diente, nach 48 Jahren „vielfältigem Dienst als Seelsorger“ in den Ruhestand versetzt. „Du hast in Treue, Demut und Freude gedient, nichts war dir zu viel“, dankte Apostel Keck. Ein Diakon aus Ravensburg wurde zum Priester ordiniert: „Sei ein freudiger Verkünder des Evangeliums, ein Friedensstifter, ein Brückenbauer, ein Freund des Nächsten – ein wahrer Seelsorger“, wünschte Apostel Keck bei dieser letzten Amtshandlung.
Orgel, Violine und ein prächtig eingestimmter Bezirkschor sorgten für die passende und wohltuende musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.
Bilder: Jasmin Silva Mayer