Am 01. Februar 2026 feierte Apostel Volker Keck den Gottesdienst in Ravensburg mit dem gesamten Kirchenbezirk. Das „wiedererwachte“ Bezirksorchester und der große gemischte Chor aus allen Gemeinden sorgten für die vielfältige, stimmige musikalische Umrahmung. Schon vor dem Gottesdienst begrüßten gutgelaunte Kinder Apostel Keck mit „Lasst die Herzen immer fröhlich“. Für die Gemeinde Ravensburg wurde ein stellvertretender Vorsteher ernannt und für Markdorf eine Diakonin ordiniert. Vier Kindern wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet. Und insgesamt 112 Jahre Amtstätigkeit wurden in Gestalt von zwei Priestern und einem Diakon in den Ruhestand versetzt.
Als Textgrundlage diente ein Wort aus Markus 1, die Verse 16 – 18:
„Als er aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.“
Das eröffnende Lied des Chors „Der Heiland sorgt für dich“ (CM 158) erinnere ans das Jahresmotto: „Fürchte dich nicht, glaube nur.“, denn Jesu sorge persönlich für jeden Einzelnen, er kenne unser Sorgenpaket, wirf es auf den Altar, so Apostel Keck, denn „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1Petr 5,7) Der Herr lasse niemanden im Stich. Das Textwort beschreibe die Berufung der ersten Jünger Jesu. Er habe nicht nach Herkunft oder Lebenslauf gefragt, sondern in ihr Herz gesehen. Und beide – Andreas und Simon – hätten keine Fragen oder Bedingungen gestellt, sondern hätten den Ruf Gottes und die damit verbundene Vollmacht erkannt. Auch heute rufe Gott zur Nachfolge auf, verbunden mit dem Auftrag, die frohe Botschaft, das Evangelium zu verkünden. Dieser „Sendungsauftrag“ gelte allen, nicht nur den Trägern eines geistlichen Amtes, wie es auch in der Mission der Neuapostolischen Kirche verankert ist: „Zu allen Menschen hingehen, um sie das Evangelium Jesu Christi zu lehren und mit Wasser und Heiligem Geist zu taufen: Seelsorge leisten und eine herzliche Gemeinschaft pflegen, in der jeder die Liebe Gottes und die Freude erlebt, ihm und anderen zu dienen:“ Den Ruf Gottes habe man gehört in den Sakramenten der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung. Verbunden mit den Sakramenten sei ein Versprechen, in der Nachfolge Jesu zu leben, bzw. „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.“ (Galater 3, 27), man könne auch behaupten, das Evangelium sei anziehend, so Apostel Keck. Wer nachfolgen wolle, müsse sein Kreuz, seine Belastungen, Bedrängnisse, Zweifel auf sich nehmen (vgl. Lukas 9, 23) und Jesu als Vorbild akzeptieren und sich an seinem Tun orientieren und seinen Willen dem des himmlischen Vaters unterordnen (Lukas 22, 42). Aber auch hier gelte der Trost aus dem Chorlied: „Der Heiland sorgt für dich.“ Seien wir „Menschenfischer“, die das Evangelium hinaustragen und die Verbindung zwischen Menschen und Jesu knüpfen, dies sei Gnade und Aufgabe, so Apostel Keck. Erzähle, dass Jesus dich liebt, dass er dich kennt, dass er für dich gestorben und auferstanden ist und dass er wiederkommen wird, um die Bereiteten zu sich zu nehmen und handle nach dem Doppelgebot der Liebe, dann erkennt man dich als Menschen, der in der Nachfolge Christi steht.“
Der zukünftige stellvertretende Vorsteher für Ravensburg wurde zu einem Predigtbeitrag gerufen.
Vier Kindern wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet, es sei ein besonderes Geschenk, den Geist der Liebe, der Kraft und der Besonnenheit zu erhalten, so Apostel Keck, der den Eltern für ihr Kommen dankte.
In vielfältigen Aufgabenbereichen haben die drei Seelsorger aus Ravensburg in ihrer aktiven Zeit gedient, ob als Verlagsbeauftragter, im Sanitätsdienst, als Jugend- oder Chorleiter oder Organist, als Diakon oder Priester – insgesamt 112 Jahre Dienst für den Herrn, so Apostel Keck, der dann vor der Versetzung in den Ruhestand einen dreifachen Dank aussprach: „Danke für die Liebe, euer Vertrauen und eure Treue“.
Ein Priester aus Ravensburg wurde zum stellvertretenden Vorsteher der Gemeinde ernannt und mit dem Segenswunsch Abrams gestärkt: „Ich will dich segnen […] und du sollst ein Segen sein.“ (1. Mose 12, 2) Für die Gemeinde Markdorf wurde eine Diakonin ordiniert, der Apostel Keck für Dienst und Seelsorge das Jahresmotto als persönliche Leitlinie empfahl: „Fürchte dich nicht, glaube nur.“ (Markus 5, 36)
Fotos: Jasmin Silva Mayer