Am 10. Mai 2026 feierten die Gemeinden Bad Saulgau, Bad Waldsee, Markdorf, Tettnang und Wangen nicht nur den Muttertag, sondern den Gottesdienst mit Bischof Gründemann in der Kirche in Ravensburg. Hirte i. R. Achim Kopp und seine Frau Carola erhielten den Segen zur goldenen Hochzeit.
Das Textwort aus Philipper 3,13.14 lag dem Gottesdienst zugrunde:
„Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“
Das eröffnende Lied des großen gemischten Chores „Der Heiland sorgt für dich“ führte zum Rat des Bischofs: „Glaube es nur“. Glauben zu können sei ein Geschenk Gottes – er schenke das Vermögen zu glauben, die Aufgabe des Menschen sei es aber, auch Glauben zu wollen.
Kernpunkt der Predigt war das Bild des Sportlers, wie es aus dem Textwort verstanden werden könne: Ein Wettkampf habe nur einen Sieger, die Gemeinschaft mit Gott könne aber jeder erreichen, wenn man Hinderliches abzulegen vermag.
Auch Bezirksevangelist Dirk Bogen griff das Bild eines Athleten auf, der völlig auf den Sieg fokussiert sei. Für viele Sportarten gebe es körperliche Voraussetzungen, die gute Nachricht für uns Gläubige sei aber, dass alle Voraussetzungen, das Heil zu erlangen, vorhanden sind.
Bezirksvorsteher Thomas Reichle wählte das Bild einer Katze, die stundenlang konzentriert auf ihre Beute warte und sich von nichts ablenken lässt. Er rief dazu auf, sich nicht durch das „Drumherum“ in einer Gemeinde vom Wesentlichen abbringen zu lassen.
Dem Jubelpaar brachte Bischof Gründemann das Wort aus Psalm 20, 7 und 8 mit: „Nun weiß ich, dass der HERR seinem Gesalbten hilft und ihn erhört von seinem heiligen Himmel, seine rechte Hand hilft mit Macht. Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unseres Gottes.“
Im Mittelpunkt der Ansprache an das Paar stand die tiefe Dankbarkeit, dass sie sich gefunden haben und Gott sie bis heute bewahrt hat.
Die vielfältige und auch persönliche musikalische Umrahmungen sorgten für eine warme und feierliche Atmosphäre.
Fotos: Timo Egger