Am Sonntag, 28.09.2025, fand ein Jugendgottesdienst für die Bezirke Ravensburg und Ulm, in der Kirche in Ehingen statt. Den Gottesdienst führte der stellvertretende Vorsteher der Gemeinde Ulm-West durch, der das Bibelwort aus 5. Mose 10, Verse 18 und 19, als Grundlage seiner Predigt vorlas.
Schon zu Beginn des Jahres, hatten die Jugendlichen aus beiden Bezirken ein gemeinsames Jugendchor-Konzert veranstaltet. Die dort entstandenen Kontakte und Freundschaften sollten nun durch eine erneute Begegnung gestärkt werden. Dazu waren die Jugendlichen aus dem Bezirk Ravensburg, herzlich zu einem Gottesdienst in der Gemeinde Ehingen (Bezirk Ulm) eingeladen.
Zur Stärkung nach den teils langen Anreisewegen, gab es vor dem Gottesdienst Kaffee und Hefezopf. Zudem fand eine gemeinsame Chorprobe der beiden Jugendchöre aus Ravensburg und Ulm statt. Dabei wurden noch einmal Lieder aus dem SJT-Programm gesungen, um die Gemeinde auf den Gottesdienst vorzubereiten.
"Der Herr schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland." 5. Mose 10, 18.19
Ergänzung des Bundes
Zu Beginn des Gottesdienstes, ging der Priester auf das Lied des Jugendchors ein. Es sei ein Phänomen der heutigen Zeit, dass man für viele Dinge keine Zeit mehr finde. Das liege vor allem an einem Überangebot, das es so früher nicht gab. Jeder solle dabei Prioritäten setzen und sich bewusst für Gott und für die Lehre Jesu Christi Zeit nehmen.
Das Bibelwort sei als Ergänzung zum Bundesschluss zwischen Gott und dem Volk Israel zu verstehen. Dieser Bundesschluss am Berg Sinai, wurde damals mit den zehn Geboten beurkundet. Das Bibelwort mahnt das Volk Israel nun dazu, auch Menschen die damals gesellschaftlich ausgegrenzt wurden, zu schätzen. Dazu betonte der Priester die Mittellosigkeit der Witwe in der damaligen Zeit, als Beispiel für solche, die heute am Rande der Gesellschaft stehen. Die Witwe war einsam, sie hatte keine soziale Absicherung und konnte kein Recht begründen. Heute könne man solche Schicksale oft "an der nächsten Tür" auffinden, aber sie bleiben verborgen, da das Bewusstsein dafür fehle.
Zusage Jesu
Teil des Gottesdienstes war eine Bibellesung aus Matthäus 25, Verse 35-40. Der Priester sprach von sechs Liebestaten die dort beschrieben wurden. Jesus betont: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." Dabei seien die guten Taten die wir in unserem Leben vollbringen kein Selbstzweck. Die Bibelstelle aus der die Lesung entstammt, verweist auf die Wiederkunft Jesu. Gott werde solche, die Gutes getan haben, als seine Erben anerkennen.
Die Not des Nächsten erkennen
Der Priester ermutigte die Jugend, die Not anderer zu erkennen und zu helfen wenn es ihnen möglich sei. Manchmal erkenne man die Not und helfe trotzdem nicht. Vielleicht aus Angst, aufgrund sozialer Gepflogenheiten oder andern logischen Gründen. Diese gelte es zu überwinden. Dazu verwies der Priester auf die Begebenheit in der Heiligen Schrift vom Jüngling zu Nain. Jesus erkannte das Leid der Witwe, die ihren Sohn verloren hatte. Er hatte Mitleid mit dieser Witwe und obwohl es damals als "unrein" galt einen Toten zu berühren, überwindete Jesus diese Hindernisse und erweckte den Toten.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden ein Priester aus dem Bezirk Ravensburg, sowie ein Diakon aus dem Bezirk Ulm an den Altar gerufen. Der Gottesdienst wurde durch Jugendchor und Klavier musikalisch umrahmt.
Die Jugendlichen der Gemeinde Ehingen hatten im Anslchuss an den Gottesdienst noch belegte Brezeln sowie Getränke vorbereitet, sodass viele Jugendliche dablieben um sich auszutauschen und erst lange nach dem Gottesdienst die Heimreise antraten.