Am 26. April 2026 feierte Apostel Volker Keck einen Gottesdienst in Friedrichshafen, ganz im Zeichen der Dankbarkeit und Freude. Bezirksältester i. R. Gerald Föll und seine Frau Ursel empfingen den Segen zur goldenen Hochzeit und die Gemeinde Friedrichshafen freute sich über die Ordination einer Diakonin. Eingeladen waren auch die Gemeinden Tettnang, Markdorf und Langenargen, die auch den gemischten Chor und das Orchester bereicherten.
Dem Gottesdienst lag ein Vers aus Philipper 2, Vers 13 zugrunde:
„Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“
Das eröffnende Lied „Still und demutsvoll ergeben“(CB 124) des gemischten Chores wurde schon als ein Dienst an allen empfunden, so Apostel Keck, denn „wir warten alle auf den Segen, das Wirken Heiligen Geistes, die Gnade und die Feier des heiligen Abendmahls, wir warten auf das Kommen Jesu“. In Verbindung zum Jubelpaar des Tages zitierte Apostel Keck aus Psalm 118: „Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen! Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN. Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!“ Bei allem, was durchlebt werde, seien wir fröhliche Christen, die bewusst einen Gottesdienst feiern, mit Opfergaben und Dankbarkeit und seien wir uns auch wohl bewusst, dass nicht alle Christen in der Welt so frei und offen ihren Glauben bekennen können. Das Textwort beleuchte, dass Gott in uns durch den Heiligen Geist wirke und Apostel Keck wünschte jedem, das man das spüren möge: Der Heilige Geist wirke in uns als Tröster, er stärke, erinnere und lehre, auch deshalb sei das bewusste Erleben eines Gottesdienstes so wichtig, denn hier offenbare sich der Heilige Geist in Wort und Sakrament, er bereite auf die Wiederkunft Jesu vor. Wenn man dem Heiligen Geist Raum gebe, wirke er beides: das Wollen und Gelingen. „Wir wollen ewig beim Herrn sein und dann wollen wir vorher auch beim Herrn bleiben, beständig sein und entschieden NEIN sagen zur Sünde.“ Gott lege sein Wohlgefallen auf unser Wollen.
Bezirksvorsteher Thomas Reichle wurde um einen Predigtbeitrag gebeten.
Vor dem Segen für das Jubelpaar ordinierte Apostel Keck eine Diakonin. Ein geistliches Amt sei ein heiliger Ruf, der Heilige Geist wirke und man habe die Zusicherung, dass Jesu mit dabei sei. Die zwei wichtigsten Aufgaben seien es, das Evangelium zu verkünden und Seelsorge zu leisten, so Apostel Keck.
Der Chor leitet den Segen für das „goldene Paar“ mit dem Lied „Anbetung will ich, Herr, dir bringen“ (CB 133) ein, das zu einem Moment führte, in dem man gar nichts mehr sagen wolle, weil alles im Liedtext enthalten sei, so Apostel Keck: „Der Herr war mit und bei euch.“ Da beide Ehepartner aber so sehr durch die Musik und das Spielen ihrer Instrumente verbunden seien, habe er auch nach einem persönlichen Wort gesucht: „Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen auf dem Psalter mit zehn Saiten, auf der Harfe und zum Klang der Zither.“(aus Psalm 92) Ein passendes Bild für das Jubelpaar – angelehnt an die Saiteninstrumente, die beide beherrschen – gab Apostel Keck mit auf den Weg: „ Die g- Saite für euren Glauben, die d-Saite für die Demut und den Dank, die a-Saite für die Apostellehre und die e-Saite der Violine für das Einssein und die c-Saite des Cellos für Christus, der in der Mitte für beide stehe.
Orgel, Orchester und Chor umrahmten diesen denkwürdigen Gottesdienst in schöner Weise.
Fotos: Sophie Schlumberger