Am Donnerstag, dem 20.06.2024, besuchte Bischof Jürgen Gründemann überraschend die Gemeinde Markdorf.
Er diente mit dem Wort aus Matthäus 25, 21:
„Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!“
Zu Beginn stellte der Bischof die Frage, ob es nicht ein reicher Mensch sei, dem bewusst ist, dass er aus der Gnade Gottes lebt? Gott habe uns das Leben geschenkt. Es sei Gnade mit ihm Gemeinschaft zu erleben. Und Gott habe die Kirche Christi erschaffen. „Ihm dürfen wir vertrauen, und er vertraut auch Dir. Er baut auf Dich.“, so Bischof Gründemann.
In dem Gleichnis habe kein anderer als Jesus Christus sein Vermögen gegeben. Jedem so viel, wie er glaubte, damit umgehen zu können. Jesus habe uns allen etwas anvertraut. Die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Damit wurde die Liebe Gottes in unser Herz ausgegossen.
Er habe uns unterschiedliche Gaben gegeben. Einer sei handwerklich begabt, der andere besser im Sport und ein anderer habe geistliche Gaben erhalten.
Ebenso leben wir in unterschiedlichen Verhältnissen. Es gebe Regionen, die haben von allen genug, und in anderen Regionen reiche es oft nicht, um zu überleben. So sei es auch mit den Gemeinden. Es gebe Gemeinden, die haben viele, die ein geistliches Amt tragen, es gibt einen großen Chor und ein Orchester. Andere Gemeinden hätten fast keine Amtsträger, der Gottesdienst könne oft nicht regelmäßig durchgeführt werden.
Mit unserem Leben sei es auch so. Es gebe Menschen, die lassen ihr Leben schon kurz nach der Geburt. Andere wiederum würden über 100 Jahre alt.
Aber alle hätten die Möglichkeit, etwas mit den Gaben, dem Anvertrauten zu tun. Im Gleichnis hätten zwei mit ihren Gaben gehandelt, der Dritte hat nichts damit getan. Er hat seine Gaben vergraben. Alle haben aber dem Herrn das Versprechen gegeben, die Gaben zu bewahren.
Wir bzw. unsere Eltern haben bei der Taufe ein Versprechen gegeben und wir haben es bei der Konfirmation bestätigt. Wir haben ein Versprechen bei unserer Hochzeit gegeben. Ein anderer hat dem Herrn ein Versprechen gegeben, wenn etwas eintritt, will er etwas machen.
Wie ist das mit unserem Versprechen? Versuchen wir es zu erfüllen? Setzen wir es um? Dienen wir mit den Gaben, die wir empfangen haben?
Unser Gott erwarte von uns, dass wir mit dem, was er uns anvertraut hat, arbeiten, auch um etwas zu verändern. Petrus stellte die Frage: „Herr wir haben alles verlassen und sind Dir nachgefolgt, was wird uns dafür?“ (Matthäus 19, 27) „Wir wollen aus Liebe ihm gegenüber dienen, ohne eine Erwartungshaltung“; so der Rat des Bischofs.
Der Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Manfred Zinner, wurde um einen Predigtbeitrag gebeten.
Der Gottesdienst wurde durch den Frauenchor der Gemeinde schön umrahmt.
Fotos: Jochen Frank