Am Mittwoch, dem 3. Juli 2024, freuten sich die Gemeinden Tettnang, Langenargen, Markdorf und Friedrichshafen über den Besuch von Bischof Jürgen Gründemann. Orchester und der gemischte Chor stimmten auf den Gottesdienst in schöner Weise ein.
Dem Gottesdienst lag ein Textwort aus Johannes 16, Vers 20 zugrunde:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen, ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.“
Das einstimmende Lied des gemischten Chores, „Die mit Tränen säen…“– entlehnt aus Psalm 126 – setzte den ersten Impuls: „Ja, das hätten wir alle gerne, dass aus unseren Tränen Freude wird, aber das ist unsere Zukunft, daran arbeiten wir“, so Bischof Gründemann. Gott erwarte nicht von uns, dass wir immer unglücklich sind, aber das Leben bereite eben nicht nur frohe Tage (vgl. Hiob 30, Vers 15). Das Textwort zeige, dass Veränderung nötig und möglich sei. Jesu erklärte seinen Jüngern, dass sein Opfertod Freude bei seinen Anklägern auslösen werde, aber Traurigkeit bei seinen Vertrauten. Aber was nach dem Kreuzestod? Jesu Auferstehung habe Leid in Freude verwandelt, auch bei jenen, die zu Noahs Zeiten nicht glauben konnten.
„Was macht uns heute manchmal traurig?“
In allem Schmerz, in aller Traurigkeit sei es gewiss, es bleibe nicht so. Jesus werde wiederkommen und dadurch Veränderung schaffen. „Glauben wir das wirklich?“, so ermahnte Bischof Gründemann, in dem er auf das Erleben der Gemeinde hinwies, die gebetet hätte, dass Petrus aus dem Gefängnis befreit werden sollte, bei seinem Erscheinen aber zuerst nicht glauben konnte, dass es tatsächlich möglich wurde.
Bezirksvorsteher Thomas Reichle und Bezirksevangelist Dirk Bogen wurden um Predigtbeiträge gebeten.
Bischof Gründemann zeigte so viele Bezüge aus der Heiligen Schrift auf, dass man dies gerne als „Hausaufgabe“ betrachten darf: In ruhigen Minuten dürfe man gerne Psalm 126 und das 16. Kapitel des Johannes lesen.
Fotos: Sophie Schlumberger