Am 21. Mai 2025 feierte Apostel Volker Keck den Gottesdienst mit den Gemeinden Tettnang und Markdorf. Ein besonderes Gepräge erhielt der Abend durch die Ruhesetzung von Priester Erich Weidmann aus Tettnang, der Ordination des Diakonen Tobias Sonntag zum Priester für Markdorf und der Beauftragung von Priester Jochen Frank als Vorsteher für die Gemeinde Tettnang. Evangelist Torsten Kowalski wurde aus gesundheitlichen Gründen von dieser Aufgabe entlastet, ebenso Bezirksevangelist Dirk Bogen, der der Gemeinde im Übergang als Vorsteher zur Seite stand.
Dem Gottesdienst lagen Worte aus Lukas 22, 28-29 zugrunde:
„Ihr aber seid’s, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und wie mir mein Vater das Reich bestimmt hat, so bestimme ich für euch […]“
Apostel Keck dankte zuerst für den schönen Impuls des gemischten Chores: „Auf meinen Gott nur will ich schauen“, denn die Botschaft, dass Jesu unser Glück und Fels sei, bedeute Reichtum und Sicherheit. Egal was sei und komme, man könne auf Gott vertrauen.
Im Kontext des Textwortes sei interessant, dass unmittelbar nach der Feier des Abendmahls unter den Jüngern Streit ausgebrochen sei, wer denn der Größte sei. „Wo Menschen zusammenkommen, gibt es Konflikte. Aber lasst uns auf das Wesentliche sehen. Schaut auf den Glauben und unsere Verheißung und unser Seelenheil: „Lasst uns Gutes tun!“, so Apostel Keck, der auch mahnte, sich im Gottesdienst den Blick weiten zu lassen, so wie Jesu das im vorgelesenen Wort seinen Jüngern ermöglicht habe:
Gott habe uns nicht versprochen, dass wir ein sorgenfreies Leben haben werden. Jeder habe Anfechtungen und Prüfungen zu durchleben. Jesu habe Vielfältiges durchlebt, z. B. die Enttäuschung, dass man ihn in Jerusalem nicht aufgenommen habe oder immer wieder Kritik an seinem Wirken. Manche seiner Jünger hätten ihn auch verlassen, aber Petrus konnte bekennen: „Wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ (Johannes 6,69). „Gott ist bei uns, er kennt deine Sorgen und ist mit dir. Vertraue auf diese göttliche Sicherheit“, so fasst Apostel Keck die Kernbotschaft des Gottesdienstes zusammen.
Apostel Keck dankte Priester Erich Weidmann für sein aufrichtiges, aufschauendes, liebevolles Dienen und erinnerte auch daran, wie viel Einsatz der Priester im Dienst an Asylsuchenden und fremdsprachigen Gästen gebracht habe. „Sie haben aus Liebe gedient, nicht aus Berechnung.“ Evangelist Torsten Kowalski sei der Gemeinde segensreich vorangegangen und habe als wahrer Seelsorger, ohne Halbheiten, gedient. Dem jungen Priester und dem frisch beauftragten Vorsteher wurde versichert, dass sie sich nicht vor der neuen Aufgabe fürchten müssten, es sei der Ruf Gottes und sie seien durch Heiligung, Segnung und Vollmacht bestens vorbereitet. „Seid wahre Seelsorger, die allen gleich nahe sind, die alle mitnehmen.“
Fotos: Jasmin Silva Mayer und Sophie Schlumberger