Am 15.06.2025 durften die Gemeinden Friedrichshafen, Markdorf und Tettnang gemeinsam in Friedrichshafen einen besonderen Gottesdienst erleben, der von Apostel Volker Keck durchgeführt wurde.
Das Bibelwort, das dem Gottesdienst zugrunde lag, steht in Psalm 119, Vers 76:
„Deine Gnade tröste mich, wie du deinem Knecht zugesagt hast.“
Zu Beginn stimmte der gemischte Chor das Lied „Herr, kehre ein“ an. In seinen einleitenden Worten griff der Apostel den Liedtext auf und sprach davon, wie wichtig es sei, dass jeder spüre, dass der Herr bei ihm nun einkehren wolle.
Berührt war der Apostel auch von der Begrüßung durch den Kinderchor. Das Lied „Gott sagt uns immer wieder“ vermittele, dass Gott jeden Einzelnen lieb habe und jedem nahe sei.
In seiner Predigt stellte der Apostel den göttlichen Trost in den Mittelpunkt. Einen Trost, der über das Irdische hinaus - und auf das ewige Leben hinweise. Er erinnerte an die Zusage Jesu, dass Gott einen anderen Tröster senden werde – den Heiligen Geist, der in allen Lebenslagen begleiten und stärken möchte. Der Blick wurde dabei auf biblische Beispiele wie Simeon, aber auch auf die Jünger gerichtet, die Trost durch die Gegenwart Gottes erfuhren. Eine prägnante Aussage des Apostels lautete: „Trost ist Gnade.“
Gnade Gottes seien irdische und geistliche Gaben: Im Irdischen dürfe man dankbar sein für Gesundheit, Frieden und das tägliche Aufstehen. Geistliche Gaben seien Vergebung der Sünden, die Annahme durch Gott und das Geschenk, Gotteskind sein zu dürfen. Lebenszeit sei Gnadenzeit, so der Apostel, und es sei eine Gnade, Geduld zu haben und durchzuhalten, bis der Herr wiederkomme.
In seinem Predigtbeitrag betonte Bezirksvorsteher Thomas Reichle, dass Gott kein strafender, sondern ein Gott voller Liebe, Güte und Barmherzigkeit sei. Auch das Miteinander in der Gemeinde sei eine Gnade – den Nächsten zu haben, sei keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Geschenk.
Ein feierlicher Moment war die Heilige Versiegelung eines Kindes. Auch dieses sei ein Gnadengeschenk Gottes. Der Apostel gab den Eltern mit auf den Weg, dass sie ein Vorbild im Glauben sein - und von einem liebenden Gott sprechen sollten. Er verglich den Empfang des Sakraments mit einem Samenkorn, das sich durch tägliche Pflege mit Liebe und Fürsorge zu einer gesunden Pflanze entwickeln könne.
Ein weiterer Höhepunkt war die Diamantene Hochzeit von Bezirksevangelisten i. R. Dieter Kowalski und seiner Frau Helga, die seit 60 Jahren gemeinsam durchs Leben gehen dürfen.
Der Apostel nannte die Jubilare „Diamanten“ – sehr wertvoll. Er würdigte, dass sie sich gefunden haben, treu geblieben sind und legte ihnen Psalm 115, Verse 11 und 12 ans Herz:
„Die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf den Herrn! Er ist ihre Hilfe und Schild.“
Nach dem Gottesdienst nutzte man die Gelegenheit, sich vom Apostel und dem Jubelpaar zu verabschieden.
Fotos: Sophie Schlumberger