Am 18. Juni 2025 diente Apostel Volker Keck in der Gemeinde Wangen im Allgäu. Die Gemeinden Lindau und Tettnang waren ebenfalls mit eingeladen und bildeten so zusammen mit Chor und Orchester als Gemeinschaftsprojekt einen würdigen Rahmen.
Apostel Keck diente mit einem Wort aus Jakobus 1,23 und 24:
„Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Menschen, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.“
Von der Gnade Gottes, die alles ermögliche, spannte der Apostel einen Bogen über solche Täter des Wortes, die in den Gemeinden trotz schwerer Lasten, die es zu tragen gebe, immer noch fest und standhaft bleiben im Glauben und so als Glaubensvorbilder wirken. Einen besonderen Akzent setzte der Apostel darüber hinaus auf all das, was davon abhalten könnte, das Wort Gottes überhaupt erst zu hören und verwies dabei auf Jakobus 1,19: „Ihr sollt wissen: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“
Das ehrliche Statement des Apostels, dass wir uns wohl alle gut vorstellen könnten, dass es sich oftmals im Alltag gerade umgekehrt verhalte, nämlich schneller ins Reden oder gar noch schneller in Zorn zu verfallen, bestätigte die Gemeinde mit einem einsichtigen Lächeln.
Apostel Keck nannte weiter auch die Gründe, warum man oft gar nicht zum Hören komme:
Zur Predigtzugabe aufgerufen wurde Priester Christoph Waitz, welcher im Rahmen dieses Gottesdienstes in den wohlverdienten Ruhestand gesetzt wurde. Er unterstrich nochmals im Besonderen den so wichtigen Übergang von Theorie in Praxis. So leicht verständlich und klar das Evangelium Jesu Christi in der Tat sei, so schwer könne doch oft die Umsetzung im Alltag sein, frei nach dem Motto, „der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Theorie kleiner als in der Praxis“. Als Messlatte für mögliche Taten des Wortes verwies der Priester auf die Früchte des Geistes gemäß Galater 5,22-23a: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.“
Nach dem Höhepunkt des Gottesdienstes in Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls setzte Apostel Keck Priester Waitz in den Ruhestand und würdigte das treue Dienen des Priesters in den Gemeinden Lindau und Wangen. Dabei wurden vor allem das Ringen des Priesters um die Verkündigung des reinen Evangelium Jesu Christi, seine uneigennützige Treue im Dienen und seine stete Verlässlichkeit für die ihm Anvertrauten hervorgehoben.
Trotz Wärme und fortgeschrittener Abendstunde nutzten die Gottesdienstteilnehmer nach dem Gottesdienst bei der Verabschiedung noch die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit dem Apostel und durften dabei noch weiteren musikalischen Höhepunkten von Chor und Orchester lauschen.
Fotos: Josef Dorn