Am 6. September 2026 durften die Gemeinden Bad Saulgau und Bad Waldsee erneut einen Gottesdienst erleben, der von Bischof Gründemann durchgeführt wurde. Da das Kirchengebäude in Bad Saulgau wegen Sanierungsarbeiten aktuell nicht nutzbar ist, wurde sein dort terminierter Besuch nach Bad Waldsee verlegt.
Bischof Gründemann diente mit dem Wort, welches Stammapostel Mutschler vergangenen Sonntag in Reutlingen verwendet hat:
„Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen guten Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.“ (Psalm 126,5-6)
Das eröffnende Lied des Chores vertont die Arbeit des Sämannes, auf die Bischof Gründemann Bezug nahm, in dem er die Frage stellte, ob seine Seele das gute Land sein könne, das Gottes Wort jetzt aufnehmen sollte. Man möge an diesem Morgen erneut Gemeinschaft mit Jesu suchen, um sich neu den Glauben stärken zu lassen.
Im Psalm 126 werde Israels Zustand im Exil beschrieben, die Realität enttäuschte. Im übertragenen Sinn aber habe das Volk sich nicht mit der Situation abgefunden, sondern gearbeitet - unter Tränen - um die Umstände zu verändern. Wenn man in die Welt schaue, sehe man vieles, was nicht gottgewollt sei, vieles sei eine „Tränensaat“: „Lasst uns nicht aufgeben so zu leben, wie Jesu es vorgelebt hat, setzen wir ein Zeichen mit unserer Aussaat“, so Bischof Gründemann.
Bezirksvorsteher Thomas Reichle sowie Priester Christian Föll, Vorsteher der Gemeinde Ravensburg, wurde um einen Predigtbeitrag gebeten. Das Wort beleuchte den Alltag und tröste zugleich: „Gott sieht dich und kennt deine Tränen. Gib nicht auf und säe das aus, was du gelernt hast.“