Ihren 75. Geburtstag feierte die Gemeinde Tettnang mit der eingeladenen Gemeinde Langenargen in einem Jubiläumsgottesdienst am 2. Juni 2024.
Bezirksvorsteher Thomas Reichle diente mit dem Wort aus Apostelgeschichte 2, Vers 42, das zugleich Rückblick und Ausblick ermöglichte:
„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“
Der „fulminante Auftakt“ des klangvollen gemischten Chores – „Herr ,deine Güte reicht so weit der Himmel ist“ brachte zum Ausdruck, was in den Herzen der Gottesdienstteilnehmenden stand: „Loben und Danken, da Gott der gute Geber aller Gaben ist, ohne den auch dieses Jubiläum nicht stattfinden könnte, denn es ist ja seine Kirche, die Kirche Christi.“, so Bezirksvorsteher Reichle. Er freue sich, dass die Gemeinde Tettnang eine existenzfähige Gemeinde sei, denn – unabhängig von der Konfession – manche Kirchengemeinde müsste geschlossen oder mit anderen zusammengelegt werden. Es brauche Seelsorgerinnen und Seelsorger, Lehrkräfte, helfende Hände in allen Bereichen und auch ein Chor könne ohne aktive Probearbeit kein erquickendes Element im Gottesdienst sein: „Herzlichen Dank an alle für alles“. Auch gehe der Dank in die Vergangenheit, denn die Gemeinde wurde gegründet und aufgebaut und nicht nur „verwaltet“.
Evangelist Torsten Kowalski gab nun einen Einblick in die Chronik der Gemeinde und endete mit dem Hinweis, dass eine schöne Verbindung zur Tafel Tettnang e.V. existiere, deren Vorsitzender Klaus Nuber ebenfalls am Gottesdienst teilnahm.
Das vorgelesene Textwort sei im Grunde genommen das Zeugnis, das in der Apostelgeschichte den ersten Christen in Jerusalem ausgestellt wurde, so fuhr Bezirksvorsteher Reichle nun fort. Was habe sich nicht alles geändert seit damals – und in den letzten 75 Jahren! Alleine ein Blick auf die technische Entwicklung verdeutliche dies, aber auch in der Kirche habe es viele organisatorische Veränderungen gegeben. Betrachte man aber den Glauben, dann stelle man fest: „Das Evangelium Jesu Christi ist beständig, aktuell, modern, vollkommen und heilig.“ Die Lehre der Apostel, die Verkündigung des Evangeliums im Auftrag Jesu – daran hielten die ersten Christen fest und auch heute sei dies offenbar. Viele Altersstufen in der Gemeinde seien beständig geblieben und pflegten Gemeinschaft im Gottesdienst, das sei wichtig, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu ermuntern. Daran halte fest! Der würdige Genuss des Heiligen Abendmahls – das Brotbrechen – daran halte fest! Und im Hinblick auf das Jahresmotto 2024: „Beten wirkt!“, möge man auch weiterhin für das Wohl der Gemeinde beten. „Nehmt als „Tettnanger“ das Textwort als Losung für die Zukunft mit“, so lautete das Fazit er Predigt. In einem weiteren Predigtbeitrag formulierte Evangelist Torsten Kowalski einen weiteren Wunsch:“ In der Gemeinschaft liegt die Zukunft!“.
Der Gottesdienst wurde auch von einem Cello-Quartett stimmig umrahmt und der gemischte Chor leitete nach dem Gottesdienst auch die Spendenübergabe an die TAFEL Tettnang e. V. ein. Klaus Nuber bedankte sich für 750 Euro, die aus dem Tafel-Budget des kircheneigenen Hilfswerks human aktiv stammten. Es sei nicht selbstverständlich, dass man beim eigenen Geburtstag auch an andere denke, so Klaus Nuber, der zum einen auf die schöne Verbindung zur Gemeinde hinwies, die auch in ihrem Rahmen immer wieder die Tafel unterstütze und zum anderen auch über die Notwendigkeit und Aufgaben der Tettnanger Tafel berichtete. Es sei ähnlich wie in der Kirchengemeinde – ohne Gemeinschaft und Engagement sei nichts möglich.
Im Anschluss nutzte man bei Zopf und Kaffee noch die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen und Gemeinschaft zu pflegen.
Hier klicken um zur Kurzchronik der Gemeinde zu gelangen!
Fotos: privat