Gleich zu Beginn des Gottesdienstes, zu dem auch die Gemeinde Tettnang eingeladen war, ging Bischof Gründemann auf das Lied des gut gestimmten gemischten Chores „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ ein. „Manchmal ist uns das Wirken Gottes nicht schnell genug und wir meinen es selbst in die Hand nehmen zu müssen, mit unterschiedlichem Erfolg oder Misserfolg. Wie schön ist es, wenn wir im Gebet uns ganz auf den Herrn verlassen und ihn walten lassen. Wir wollen uns ganz seinem Willen unterstellen und ihm vertrauen.“, so Bischof Gründemann.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 57,2.3 zugrunde:
„Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.“
David war ein junger Hirte, der von Gott zum König berufen wurde. Durch König Saul in den Dienst gestellt, diente er ihm treu. Doch Saul wollte ihn aus dem Weg schaffen. David musste fliehen und suchte Zuflucht in einer Höhle. Gott beschützte ihn. Nach Sauls Tod wurde David König von Israel. Das Bibelwort bezieht sich auf Davids Aufenthalt in der Höhle und diene als Beispiel für das Vertrauen in Gottes Beistand und Hilfe.
Wie David müsse man schwierige Situationen und Bedrängnisse durchleben:
Wie David sollte es bewusst sein, dass göttliche Hilfe kein Anspruch, sondern eine Gnade sei. Wir könnten Zuflucht bei Gott finden, in dem Bewusstsein, dass er nur unser Bestes will (Jer 29,11). Er kenne unsere Lage und unsere Bedürfnisse (Lk 12,7). Wir glauben, dass seine Hilfe das Beste ist, was wir erhalten können, selbst wenn sie nicht unseren Erwartungen entspreche. (Jes 55,8.9).
Wir suchen Zuflucht bei Gott und unter dem Schatten seiner Flügel. Um Gottes Hilfe in seiner Fülle zu erfahren, suchen wir Zuflucht in seiner Gegenwart.
Jede Gemeinde, wie groß sie auch sein mag, möge ein Ort geistlicher Zuflucht sein. „Lasst uns in der Gemeinde nicht nur Konsumenten sein, sondern Diener – geben ist seliger als nehmen (Apg 20,35). Helfen wir einander und dem Nächsten, Christus bis zum Ende nachzufolgen.“, so Bischof Gründemann.
Zu einem Predigtbeitrag wurde Evangelist Andreas Blank aus der Gemeinde Friedrichshafen gerufen.
Fotos: Beate Riess