Vom Montag, dem 23. Februar bis Samstag, dem 28. Februar 2026, hatte die ökumenische Vesperkirche am See ihre Hallentüren geöffnet – in der Festhalle Kressbronn waren Tische liebevoll dekoriert, jeden Tag gab es ärztlichen Rat, Beratung zu vielen Dingen des täglichen Lebens, eine Flick- und Bücherecke, „Wohlfühlangebote“, wie Massagesessel oder Haarschnitt und vor allen Dingen – eine leckere Menüauswahl, Kuchen, Kaffee und Getränke und viel Zeit für Zuwendung und Gespräche. Die Rekordzahl von 2963 Mahlzeiten, die in der Woche ausgegeben wurden, spricht für sich. Auch die – kostenlosen - kulturellen Angebote an drei Abenden in der Woche waren gut besucht.
Am Sonntagabend, dem 22. Februar 2026, startete die ökumenische Vesperkirche am See mit dem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in der katholischen Kirche in Kressbronn. Gemeinsam lenkten Pastoralassistentin Lisa Fahrner von der katholischen Kirche, Pfarrer Ulrich Adt von der evangelischen Kirchengemeinde Langenargen-Eriskirch und Priester Sven Duwe, Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde Langenargen, den Blick der zahlreichen Gottesdienstteilnehmenden auf den Sinn der Vesperkirche.
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes, zu dem auch die Gemeinde Tettnang eingeladen war, ging Bischof Gründemann auf das Lied des gut gestimmten gemischten Chores „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ ein. „Manchmal ist uns das Wirken Gottes nicht schnell genug und wir meinen es selbst in die Hand nehmen zu müssen, mit unterschiedlichem Erfolg oder Misserfolg. Wie schön ist es, wenn wir im Gebet uns ganz auf den Herrn verlassen und ihn walten lassen. Wir wollen uns ganz seinem Willen unterstellen und ihm vertrauen.“, so Bischof Gründemann.
Am 01. Februar 2026 feierte Apostel Volker Keck den Gottesdienst in Ravensburg mit dem gesamten Kirchenbezirk. Das „wiedererwachte“ Bezirksorchester und der große gemischte Chor aus allen Gemeinden sorgten für die vielfältige, stimmige musikalische Umrahmung. Schon vor dem Gottesdienst begrüßten gutgelaunte Kinder Apostel Keck mit „Lasst die Herzen immer fröhlich“. Für die Gemeinde Ravensburg wurde ein stellvertretender Vorsteher ernannt und für Markdorf eine Diakonin ordiniert. Vier Kindern wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet. Und insgesamt 112 Jahre Amtstätigkeit wurden in Gestalt von zwei Priestern und einem Diakon in den Ruhestand versetzt.